Holzpellets
Heizung !
Holzpellets sind kleine
"Würmchen", die aus Sägemehl oder Spänen gepresst werden. Über
spezielle Holzpelletsöfen kann das ganze Jahr der Wärmebedarf
eines Hauses gedeckt werden - ohne Zusatzheizungen.

"Holzpellets sind gepresste
Abfallprodukte aus der Holzindustrie"
Heizen mit Holzpellets
Ist schon witzig, das man mit Abfallprodukten
Heizen kann. Die Holz- bzw. die
Holzverarbeitende Industrie produziert am Tag mehrere
Tonnen Sägemehl und Sägespäne, die bis dato entsorgt
wurden. Durch ein maschinelles Verfahren werden die
Holzspäne in Form gepresst und sind danach in der Form mit
Erdnuss Flips vergleichbar.
Die Qualitätsanforderungen für den genormten
Brennstoff sind in Deutschland in der DIN 51731
festgelegt. Seit Frühjahr 2002 ist zusätzlich ein neues
Zertifikat, die "DIN plus", auf dem Markt, das die Vorzüge
der DIN 51731 und der ÖNORM M 7135 vereint und darüber
hinaus Anforderungen an Abriebfestigkeit und Prüfverfahren
stellt.
Ökologische und ökonomische Vorteile
Holzpellets verbrennen CO2
- neutral, das bedeutet, beim Verbrennen entsteht genauso
viel CO2 wie das
Holz während seines Lebens aufgenommen und
zu Sauerstoff verarbeitet hat.
Neben einer Verringerung des
Kohlenstoffoxidausstoßes kommt es bei der Verbrennung von
Pellets auch zu einem geringeren Ausstoß an
Schwefeldioxid. Da dieses Gas maßgeblich zur Bildung von
saurem Regen beiträgt und für das Sterben unserer Wälder
mitverantwortlich ist, leistet die Verbrennung von Pellets
auch einen Beitrag zum Schutz unserer Wälder.
Umweltverschmutzungen in Folge von Tankerunglücken
und Lecks in Gaspipelines entfallen bei der Verwendung von
Pellets als Brennstoff. Auch die Gefahr von Explosionen,
Bränden und Grundwasserverunreinigungen bei der Lagerung
des Brennstoffes ist im Vergleich zu den fossilen
Energieträgern deutlich geringer.
Holzpellets sind im Gegensatz zu fossilen Energieträger
relativ preisstabil, kostengünstig und sicherer im Umgang.
Durch die Verbrennung von Holzpellets erhält man 5 KWH /
KG -> Ein Kilo Holzpellets entsprechen einem halben Liter
Heizöl.
Holzpelletsöfen und
Speicherung
Zum Verbrennen der
Pellets benötigt man eine speziellen Kessel, der die
Pellets sicher und effektiv verbrennt. Sogenannte
Pelletsöfen gibt es heute in allen verschiedenen Formen
und Arten. Ein Pelletofen mit
Kessel kostet je nach Größe, Ausführung und Hersteller
etwa zwischen 5.000 und 7.000 Euro, Komplettanlagen kommen
auf Preise von 10.000 bis 12.000 Euro.
Pelletheizanlagen sind damit in der Anschaffung teurer
als herkömmliche Öl- oder Gasheizanlagen.
Berücksichtigt man aber die Preissteigerungen von Öl und
Gas so amortisiert sich die Mehrausgabe innerhalb weniger
Jahre.
Gespeichert werden die Holzpellets in einem Silo, der im
Keller untergebracht wird. Durch ein Transportsystem
werden die Pellets sicher und bedarfsgerecht von der
Heizanlage automatisch transportiert. Eine Nachlieferung
der Pellets erfolgt, wie bei Öl, in Soliwagen. Der
Platzbedarf des Silos beträgt ungefähr das dreifache eines
Öltanks. Bei Platzmangel oder für kleineren Anlagen gibt
es Kessel, die das Silo direkt an der Anlage haben und
ebenfalls bedarfsgerecht und richtig dosiert die Pellets
in den Verbrennungsraum führen. Hier wird es allerdings
notwendig sein, das Silo aller 2-3 Tage nachzufüllen.
Zuschüsse vom Staat
Aktuell erhalten
Verbraucher für den Einbau eines automatisch beschickten
Biomassekessels (Pelletkessel) mit einer Nennwärmeleistung
bis 30 kW, einen Zuschuss in Höhe von 38,40 € je kW
installierter Leistung, mindestens jedoch 1.088,00 €.
Voraussetzung ist, dass die Anlage einen
Kesselwirkungsgrad von mindestens 90% aufweist.
Versorgung mit Pellets
Holzpellets erhalten Sie heute
flächendeckend in jedem Bundesland. Informationen zu
Preisen und Lieferanten finden Sie in
Suchmaschinen.
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